Event-ROI berechnen: Formel, Kennzahlen und ein Rechenbeispiel
Die meisten Event-ROI-Berechnungen gehen vom Bruttoumsatz aus und schreiben jedes Ticket dem Marketing zu. Hier finden Sie die Formel auf Basis von Netto-Erlös und Deckungsbeitrag, die richtigen Kennzahlen und ein vollständiges Rechenbeispiel für 2.000 Plätze.
Den Event-ROI zu berechnen, klingt banal: Was zurückkam, geteilt durch das, was Sie investiert haben. In der Praxis sind die meisten Event-ROI-Werte in Abschlussberichten aus denselben zwei Gründen falsch. Sie rechnen mit dem Bruttoumsatz statt mit dem Geld, das beim Veranstalter tatsächlich ankommt. Und sie schreiben dem Marketing jedes verkaufte Ticket gut, auch die, die ohnehin verkauft worden wären.
Dieser Artikel zeigt, wie Sie den Event-ROI so berechnen, dass die Zahl auch ein Gespräch mit Ihrer Buchhaltung übersteht: die Formel, welche Umsatz- und Kostenpositionen hineingehören, der Unterschied zwischen dem ROI der Veranstaltung und dem ROI des Marketingbudgets, ein vollständiges Rechenbeispiel für eine Show mit 2.000 Plätzen sowie die Kennzahlen, die zählen, und die, die Sie ignorieren können.
Das Wichtigste in Kürze
- Den Event-ROI berechnen Sie mit (Rückfluss minus Investition) / Investition, getrennt für den Gesamt-ROI der Veranstaltung und den Marketing-ROI.
- Rechnen Sie mit dem Netto-Ticketerlös (brutto minus Gebühren, Umsatzsteuer, Ticketingkosten, Erstattungen); im Rechenbeispiel sinkt der ROI so von 32,2 % auf 9,7 %.
- Schreiben Sie dem Marketing nur inkrementelle Tickets gut (bezahlte Tickets minus Baseline), bewertet mit dem Deckungsbeitrag pro Ticket.
- Erfassen Sie alle Kostenpositionen und zählen Sie Creative-Produktion und Tools zur Marketinginvestition, nicht nur das Mediabudget.
- Legen Sie Deal-Modell, Baseline-Methode, Ticketing-Datenanbindung und Kostenbuch vor dem Vorverkaufsstart fest und rechnen Sie pro Termin statt im Durchschnitt.
Die Grundformel für den Event-ROI
ROI = (Rückfluss minus Investition) / Investition × 100
Ein ROI von 25 % bedeutet: Aus jedem eingesetzten Euro wurden 1,25 €. Die Formel bleibt immer gleich. Ob das Ergebnis etwas aussagt, entscheidet allein die Frage, was Sie als Rückfluss und was als Investition ansetzen.
Bei Veranstaltungen mit Ticketverkauf stecken hinter „Event-ROI“ zwei verschiedene Fragen, und jede braucht ihre eigene Rechnung:
- Gesamt-ROI der Veranstaltung: Hat sich die Show insgesamt gerechnet? Rückfluss sind alle Nettoerlöse der Veranstaltung, Investition sind alle Kosten der Durchführung.
- Marketing-ROI: Hat das Marketingbudget mehr eingebracht, als es gekostet hat? Rückfluss ist der zusätzliche Deckungsbeitrag, den das Marketing erzeugt hat, Investition sind die Marketingkosten.
Wer beides vermischt, landet schnell bei einer Show, die angeblich das Zehnfache des Werbebudgets einspielt und trotzdem Verlust macht.
Gesamt-ROI der Veranstaltung oder ROI des Marketingbudgets
Der Gesamt-ROI beantwortet die Investorenfrage: Hat sich diese Show gelohnt? Er hängt vor allem vom Deal ab (Gage, Hallenkonditionen), von der Preisgestaltung und der Kapazität. Marketing ist darin eine Kostenposition unter vielen.
Der Eventmarketing-ROI beantwortet die operative Frage: Hätten wir mehr, weniger oder anders werben sollen? Hier ist die Investition nur das Marketingbudget und der Rückfluss nur der Deckungsbeitrag, den das Marketing tatsächlich verursacht hat. Daraus folgt die wichtigste Korrektur dieses Artikels.
Inkrementelle Tickets statt aller Tickets
Nicht jedes Ticket, das während einer Kampagne verkauft wird, geht auf das Konto der Kampagne. Fans auf dem Newsletter-Verteiler des Künstlers, Käufer, die im Presale Minuten nach der Ankündigung zugeschlagen haben, Kunden, die über die eigenen Kanäle der Spielstätte kommen: Viele hätten auch ohne eine einzige bezahlte Anzeige gekauft. Das sind Basisverkäufe (Baseline).
Inkrementelle Tickets = bezahlte Tickets gesamt minus Baseline-Tickets.
Nur inkrementelle Tickets gehören auf die Rückfluss-Seite des Marketing-ROI. Die Baseline schätzen Sie über vergleichbare Shows (gleicher Künstler, ähnlicher Markt, ähnliches Vorverkaufstiming), über das Verkaufstempo vor dem Start der bezahlten Werbung oder, am belastbarsten, über einen kontrollierten Test mit Holdout-Regionen. Wie das für eine Tour funktioniert, steht im Artikel zu Inkrementalitätstests im Ticketverkauf.
Aus demselben Grund dürfen Sie die Käufe, die Meta, Google und TikTok melden, nicht einfach addieren. Jede Plattform rechnet sich die Tickets zu, bei denen ihre Anzeigen im Spiel waren, und oft beanspruchen mehrere Plattformen denselben Käufer. Mehr dazu unter Marketing-Attribution für Live-Events.
Warum der Umsatz als Basis bei Ticketverkäufen in die Irre führt
Die Zahl im Ticketing-Dashboard ist meist brutto: das, was der Käufer an der Kasse bezahlt hat. Ein großer Teil davon erreicht den Veranstalter nie. Bevor Sie irgendetwas rechnen, ermitteln Sie deshalb den Netto-Ticketerlös.
Vom Brutto zum Netto-Ticketerlös
- Beginnen Sie mit dem Bruttoumsatz aus dem Ticketingsystem (nur bezahlte Tickets, keine Freikarten).
- Ziehen Sie Vorverkaufs- und Servicegebühren ab, die der Ticketanbieter behält. Falls Ihr Vertrag eine Gebührenbeteiligung vorsieht, rechnen Sie nur Ihren Anteil wieder hinzu.
- Ziehen Sie die Umsatzsteuer ab. Sie nehmen sie für das Finanzamt ein, verdient haben Sie sie nicht.
- Ziehen Sie Ticketingkosten ab, die Ihnen berechnet werden: Systemgebühren, Kosten pro Ticket, Zahlungsabwicklung, Rückbuchungen.
- Ziehen Sie Erstattungen und stornierte Bestellungen ab.
Übrig bleibt der Netto-Ticketerlös. Für den Gesamt-ROI addieren Sie weitere Nettoerlöse der Veranstaltung (Ihren Anteil an Gastronomie, Merchandise-Provision, Sponsoring).
Vom Erlös zum Deckungsbeitrag
Für Marketingentscheidungen gehen Sie einen Schritt weiter. Ein zusätzliches Ticket ist nur seinen Deckungsbeitrag wert: Netto-Erlös pro Ticket abzüglich der Kosten, die mit jedem weiteren Ticket steigen. Bei einer festen Gage und fester Hallenmiete ist fast der ganze Nettopreis Deckungsbeitrag. Bei einem Versus-Deal, einer Umsatzbeteiligung der Spielstätte oder GEMA-Gebühren, die sich am Kartenumsatz bemessen, geht von jedem zusätzlichen Ticket ein Teil an andere, und Ihr Deckungsbeitrag pro Ticket sinkt. Genau diese Zahl sagt Ihnen, wie viel Sie für einen weiteren Verkauf maximal zahlen können.
Welche Kosten in die Rechnung gehören
Der Gesamt-ROI ist nur so ehrlich wie die Kostenseite. Mit dieser Checkliste rutscht nichts durch:
- Künstler: Gage, Beteiligung oder Bonus, Support-Acts, Rider, Reise, Hotel, gegebenenfalls Ausländersteuer.
- Spielstätte: Miete, Hauspersonal, Ordnerdienst, Reinigung, Nebenkosten aus der Abrechnung.
- Produktion: Ton, Licht, Backline, Bühne, Crew, Transport.
- Auflagen und Risiko: Versicherung, Genehmigungen, GEMA, Security, Sanitätsdienst.
- Ticketing: Ihnen berechnete Gebühren, Zahlungskosten, Einlasstechnik.
- Marketing: bezahlte Werbung auf allen Kanälen, Creative-Produktion, Print und Außenwerbung, PR, Influencer, Tools und Tracking-Setup.
- Gemeinkosten: ein fairer Anteil interner Personalzeit, falls Sie eine Vollkostenrechnung wollen. Bleiben Sie konsequent: immer einrechnen oder nie.
Für den Marketing-ROI ist die Investition nur der Marketingblock, und zwar inklusive Creative-Produktion und Tools, nicht nur das Mediabudget. Eine Kampagne, die auf Basis des reinen Mediabudgets profitabel aussieht, kann ins Minus kippen, sobald ein Videodreh für 3.000 € dazukommt.
Rechenbeispiel: So berechnen Sie den Event-ROI für eine Show mit 2.000 Plätzen
Beispiel. Alle Zahlen sind fiktiv und dienen nur dazu, die Methode zu zeigen. Benchmarks sind sie nicht.
Ein Veranstalter bucht eine Show mit 2.000 Plätzen. Der Käufer zahlt an der Kasse 47,00 € pro Ticket: 42,80 € Kartenpreis inklusive 7 % Umsatzsteuer plus 4,20 € Vorverkaufsgebühr, die der Ticketanbieter behält. Zusätzlich berechnet das Ticketingsystem dem Veranstalter 1,00 € pro Ticket. Verkauft werden 1.800 Tickets, dazu kommen 100 Freikarten.
Schritt 1: Netto-Ticketerlös
- Bruttoumsatz laut Dashboard: 1.800 × 47,00 € = 84.600 €
- Minus Vorverkaufsgebühren: 1.800 × 4,20 € = 7.560 €
- Minus Umsatzsteuer: 1.800 × 2,80 € = 5.040 €
- Minus Ticketingkosten des Veranstalters: 1.800 × 1,00 € = 1.800 €
- Netto-Ticketerlös: 70.200 € (39,00 € pro Ticket)
Schritt 2: Gesamtkosten
- Gage (fest, ohne Beteiligung): 30.000 €
- Hallenmiete und Personal: 12.000 €
- Produktion: 8.000 €
- Security und Versicherung: 3.500 €
- GEMA und Genehmigungen (in diesem Beispiel pauschal): 2.500 €
- Marketing (Mediabudget 6.000 €, Creative 1.500 €, Tools 500 €): 8.000 €
- Gesamtkosten: 64.000 €
Schritt 3: Gesamt-ROI der Veranstaltung
Gewinn = 70.200 € minus 64.000 € = 6.200 €. Event-ROI = 6.200 / 64.000 = 9,7 %.
Mit dem Bruttoumsatz aus dem Dashboard wären es (84.600 minus 64.000) / 64.000 = 32,2 % gewesen. Dieselbe Show, mehr als der dreifache ROI, und von der Differenz ist auf dem Konto nichts zu sehen.
Schritt 4: Marketing-ROI auf inkrementelle Tickets
Vergleichbare Shows und das Verkaufstempo vor dem Start der bezahlten Werbung deuten auf eine Baseline von 1.150 Tickets hin, die auch ohne Kampagne verkauft worden wären.
- Inkrementelle Tickets: 1.800 minus 1.150 = 650
- Deckungsbeitrag pro inkrementellem Ticket: 39,00 € (alle übrigen Kosten sind in diesem Beispiel fix)
- Inkrementeller Deckungsbeitrag: 650 × 39,00 € = 25.350 €
- Marketing-ROI = (25.350 minus 8.000) / 8.000 = 217 %
- Kosten pro inkrementellem Ticket: 8.000 € / 650 = 12,31 €
Gegenprobe: Ohne Marketing hätte die Show 1.150 Tickets × 39,00 € = 44.850 € eingenommen, bei 56.000 € Kosten ohne Marketing also 11.150 € Verlust. Mit Marketing blieben 6.200 € Gewinn. Die Differenz von 17.350 € entspricht genau dem inkrementellen Deckungsbeitrag minus Marketingkosten.
Schritt 5: Die Baseline auf die Probe stellen
Angenommen, die Baseline lag tatsächlich bei 1.550 Tickets. Dann sinken die inkrementellen Tickets auf 250, der inkrementelle Deckungsbeitrag auf 9.750 € und der Marketing-ROI auf 22 %. Gleiches Budget, gleiche Verkäufe, ein völlig anderes Urteil. Deshalb verdient die Baseline mehr Aufmerksamkeit als jede andere Eingangsgröße, und deshalb sollten Sie vor Kampagnenstart festlegen, wie Sie sie schätzen.
Die naive Variante, die die vollen 84.600 € Bruttoumsatz den 8.000 € Marketing zuschreibt, hätte einen ROI von 957 % ausgewiesen. Genau diese Zahl landet am ehesten in einer Präsentation, und sie hat am wenigsten mit der Realität zu tun.
Kennzahlen für den Event-ROI, die wirklich zählen
Der ROI ist eine Bilanz im Nachhinein. Die folgenden Kennzahlen der Veranstaltung zeigen Ihnen schon während der Kampagne, ob Sie auf einen guten Wert zusteuern.
- Kosten pro inkrementellem Ticket: Marketingkosten geteilt durch inkrementelle Tickets. Vergleichen Sie den Wert mit Ihrem Deckungsbeitrag pro Ticket: Solange er darunter liegt, lohnt sich zusätzliches Budget. Beobachten Sie auch die Grenzkosten, denn die letzten 1.000 € bringen meist deutlich weniger Tickets als die ersten. Mehr dazu unter Grenzkosten pro zusätzlichem Ticket.
- Auslastung nach Preiskategorie: verkauft gegenüber verfügbar, je Kategorie und Block. Eine Show mit 80 % Gesamtauslastung kann in den günstigen Kategorien ausverkauft sein und in den teuren stagnieren. Das ist ein Preisproblem, kein Mediaproblem.
- Verkaufstempo im Vergleich: Tickets pro Tag bei gleichem Abstand zum Showtermin, verglichen mit ähnlichen früheren Shows.
- Netto-Erlös pro Ticket: Netto-Ticketerlös geteilt durch bezahlte Tickets. Er sinkt, wenn sich Rabatte, günstige Kategorien oder übernommene Gebühren einschleichen, auch wenn die Stückzahlen gut aussehen.
- Marketingkostenquote: Marketingkosten im Verhältnis zum Netto-Ticketerlös (im Beispiel oben 11,4 %). Verfolgen Sie sie pro Show und pro Termin, um zu sehen, wo das Budget in keinem Verhältnis zum möglichen Erlös steht.
Vanity Metrics, die Sie als Erfolgsmaß ignorieren können
- Impressionen, Reichweite und Videoaufrufe
- Klicks und Klickrate für sich genommen
- Von Plattformen gemeldete Käufe und Plattform-ROAS, über Kanäle aufaddiert
- Follower-Zuwachs und Interaktionen während der Kampagne
- Seitenaufrufe und Warenkorb-Ereignisse, die nie mit dem Ticketingsystem abgeglichen werden
Für Creative und Targeting sind das nützliche Diagnosewerte. Ergebnisse sind es nicht. Wenn sich eine Kennzahl nicht auf ein verifiziertes Ticket im Ticketingsystem zurückführen lässt, hat sie in einer ROI-Rechnung nichts verloren. Wie Sie Plattformzahlen lesen, ohne sich täuschen zu lassen, erklärt der Artikel ROAS berechnen.
Den Event-ROI messen: Das Setup steht vor dem Vorverkaufsstart
Einen sauberen Event-ROI können Sie nach der Show nicht mehr rekonstruieren. Klären Sie diese Punkte, bevor das erste Ticket verkauft ist:
- Bilden Sie den Deal im Modell ab. Gagenstruktur, Hallenkonditionen, Ticketinggebühren und Steuersatz, damit Netto-Erlös und Deckungsbeitrag pro Ticket ab Tag eins feststehen.
- Legen Sie die Baseline-Methode fest. Wählen Sie die Vergleichsshows, planen Sie einen Holdout (Regionen oder Zielgruppen ohne bezahlte Werbung) oder definieren Sie ein sauberes Zeitfenster vor dem Mediastart. Schreiben Sie es auf, damit später niemand die Spielregeln ändert.
- Binden Sie die Ticketingdaten an. Sie brauchen Exporte auf Bestellebene mit Zeitstempel, Kategorie, gezahltem Preis, Gebühren und Postleitzahl, idealerweise täglich. Eine Ticketing-Datenschicht macht das zur Routine statt zum Tabellenprojekt.
- Vereinheitlichen Sie das Tracking. Konsistente UTM-Parameter, Pixel und serverseitige Events im Checkout, eine einheitliche Namenskonvention für alle Kanäle.
- Führen Sie ein Kostenbuch. Jede Marketingausgabe, inklusive Creative und Tools, erfasst pro Show und pro Termin, nicht pro Kampagnenname.
- Legen Sie Entscheidungsregeln fest. Zum Beispiel: „Liegen die Kosten pro inkrementellem Ticket sieben Tage lang über dem halben Deckungsbeitrag pro Ticket, kürzen wir das Budget für diesen Termin.“
- Vereinbaren Sie den Reporting-Rhythmus. Wöchentlich während des Vorverkaufs, dazu eine abschließende Auswertung nach der Abrechnung, wenn Erstattungen und Gebührenbeteiligungen feststehen.
Kurz zu Firmenveranstaltungen und gesponserten Events
Bei einer Konferenz, einem Produktlaunch oder einem Kundenevent ohne nennenswerte Ticketerlöse besteht der Rückfluss nicht aus Tickets. Er besteht aus Pipeline (qualifizierte Termine, neue Verkaufschancen, beeinflusste Abschlüsse), der Bindung bestehender Kunden oder Markeneffekten wie gemessener Bekanntheit in der Zielgruppe. Die Formel funktioniert weiterhin, Sie brauchen aber vor der Veranstaltung einen vereinbarten Wert pro Ergebnis. Bei gesponserten Events hängt der ROI des Sponsors vom erreichten Publikum und den Aktivierungsergebnissen ab. Erfassen Sie Besucherzahlen, Verweildauer und Leads deshalb so, dass der Sponsor sie prüfen kann.
Typische Fehler beim Marketing-ROI von Events
- Mit dem Bruttoumsatz rechnen. Vorverkaufsgebühren und Umsatzsteuer gehören Ihnen nicht. Rechnen Sie mit dem Netto.
- Dem Marketing jedes Ticket zuschreiben. Ohne Baseline misst der Marketing-ROI vor allem, wie beliebt der Künstler ohnehin schon war.
- Von Plattformen gemeldete Käufe addieren. Drei Plattformen, die denselben Käufer beanspruchen, ergeben nicht drei Tickets.
- Creative und Tools weglassen. Das Mediabudget ist nicht die ganze Marketinginvestition.
- Über mehrere Termine mitteln. Ein starker Samstag versteckt einen defizitären Dienstag. Rechnen Sie pro Termin.
- Freikarten als Verkäufe zählen oder Erstattungen und Rückbuchungen vergessen.
- Erst am Ende messen. Dann ist das Budget ausgegeben. Nutzen Sie die Kennzahlen oben, um zu steuern, solange es noch etwas bringt.
Wo NYBA ins Spiel kommt
Die schwierigsten Eingangsgrößen in diesem Artikel sind die Baseline und die verifizierte Ticketzahl. NYBA OS prognostiziert die Ticket-Nachfrage pro Show und liefert Ihnen damit eine Baseline zum Vergleich, steuert Kampagnen auf allen bezahlten Kanälen, die Tickets verkaufen, verschiebt Budget zu den Shows, die es brauchen, und misst alles an verifizierten Ticketverkäufen aus dem Ticketingsystem statt an Käufen, die Plattformen melden. Die Plattform kommt bei über 1.200 Events pro Jahr und mehr als 100 Veranstaltern zum Einsatz, darunter Live Nation, Cirque du Soleil und BBC Earth.
Häufige Fragen
Was ist ein guter Event-ROI?
Einen allgemeingültigen Richtwert gibt es nicht. Der Gesamt-ROI hängt stark vom Deal und vom Risiko ab, das Sie tragen. Für den Marketing-ROI lautet der praktische Test: Liegen die Kosten pro inkrementellem Ticket unter dem Deckungsbeitrag pro Ticket? Ist der Marketing-ROI auf inkrementelle Tickets positiv, hat sich das Budget bezahlt gemacht.
Wie kann ich den ROI berechnen, wenn ich nur den Bruttoumsatz kenne?
Fordern Sie die Abrechnung oder einen detaillierten Export aus dem Ticketingsystem an. Sie brauchen Vorverkaufsgebühren, Umsatzsteuer, Ticketingkosten und Erstattungen, um auf den Netto-Ticketerlös zu kommen. Ein ROI auf Basis des Bruttoumsatzes überzeichnet das Ergebnis, manchmal um das Dreifache oder mehr.
Wie schätze ich die Baseline der Ticketverkäufe?
Über vergleichbare frühere Shows zum gleichen Zeitpunkt vor dem Termin, über das Verkaufstempo vor dem Start der bezahlten Werbung oder über einen Holdout-Test, bei dem einige Regionen oder Zielgruppen keine bezahlte Werbung sehen. Der Holdout ist am belastbarsten, Vergleichsshows sind am praktikabelsten.
Ist ROAS dasselbe wie der Event-ROI?
Nein. ROAS teilt Umsatz durch Werbeausgaben und nutzt meist den von der Plattform gemeldeten Bruttoumsatz. Der Event-ROI arbeitet mit Netto-Erlös oder Deckungsbeitrag, zieht die Investition ab und zählt beim Marketing-ROI nur inkrementelle Tickets.
Sollte ich den Event-ROI pro Show oder pro Tour berechnen?
Beides. Die Tourzahl zeigt, ob das Projekt aufgegangen ist. Die Zahlen pro Show und pro Termin zeigen, wohin Budget fließen sollte, welche Termine Unterstützung brauchen und welche sich ohnehin verkauft hätten.
Die Methode funktioniert auch mit einer einfachen Tabelle. Wenn Sie sie automatisch pro Show und pro Termin laufen lassen möchten, buchen Sie eine Demo. Ein Event, saubere Zahlen, dann entscheiden Sie.
Weiterführende Artikel: Eventmarketing-Leitfaden, Kennzahlen im Ticketverkauf, Nachfrageprognose für Live-Events, Termine unter der Woche als Margenkiller