Tourmarketing: So verkaufen Sie jeden Termin einer Tournee, nicht nur die großen Städte
Eine Tournee ist ein Portfolio aus Shows, keine einzelne Kampagne. Der Leitfaden zeigt, wie Sie jeden Termin anhand von Vergleichsshows prognostizieren, das Budget nach der Lücke zum Ziel verteilen und wöchentlich umschichten. Mit Rechenbeispiel für 12 Termine.
Tourmarketing scheitert meist leise und fast immer nach demselben Muster. Die großen Städte sind nach einer Woche ausverkauft, und sechs Wochen später dümpelt ein Dienstagstermin in einer kleineren Stadt bei halber Auslastung, während der Großteil des Budgets längst ausgegeben ist. Die starken Termine hätten die Unterstützung nie gebraucht, die schwachen bekamen sie zu spät. Dieser Leitfaden behandelt eine Tournee als das, was sie wirtschaftlich ist: eine Reihe einzelner Shows mit jeweils eigener Nachfrage. Es geht um Routing, Ankündigungsstrategie, Budget pro Termin, Kanäle, Creatives und den Wochenrhythmus, der jeden Termin auf Kurs hält.
Er richtet sich an Veranstalter, Tourproduzenten und Marketingverantwortliche. Alles, was hier beschrieben wird, lässt sich mit einer Tabelle, Ihren Werbekonten und einem täglichen Export aus dem Ticketingsystem umsetzen.
Das Wichtigste in Kürze
- Gutes Tourmarketing behandelt jeden Termin als eigenständige Show, mit eigener Prognose, eigener Lücke zum Ziel, eigenem Budget und eigener Erfolgsmessung.
- Prognostizieren Sie jeden Termin anhand von Vergleichsshows und verteilen Sie das Budget nach der Lücke zum Ziel, nicht nach Stadtgröße oder gleichmäßig.
- Halten Sie etwa ein Fünftel des Paid-Budgets als Reserve zurück und verschieben Sie es wöchentlich zu den Terminen, an denen ein zusätzliches Ticket am günstigsten ist.
- Nationale Hebel (Artist-Kanäle, Fanclub-Presale, Presse) laufen einmal für die ganze Tournee, lokale Kanäle (Spielstätten-Verteiler, lokale Medien, Geo-Targeting) pro Termin.
- Bewerten Sie jeden Termin anhand von Ticketingdaten (verkaufte Tickets im Vergleich zur Prognose und Kosten pro zusätzlichem Ticket), nie anhand aufaddierter Plattform-Conversions.
Tourmarketing beginnt mit einem Perspektivwechsel: Eine Tournee ist ein Portfolio aus Shows
Eine Tournee wirkt wie ein Produkt: ein Act, ein Key Visual, eine Ankündigung, eine Budgetzeile. Nur interessiert es die Käuferin in Leipzig nicht, dass Berlin ausverkauft ist. Jeder Termin hat seine eigene Kapazität, eigene lokale Nachfrage und Konkurrenz, einen eigenen Wochentag und eigene Kosten pro Ticket. Wer die Tournee als eine einzige Kampagne fährt, lässt das Geld dorthin fließen, wo Conversions am leichtesten zu haben sind, und das sind fast immer die Termine, die sich ohnehin verkauft hätten.
Denken Sie stattdessen wie ein Portfoliomanager:
- Jeder Termin hat ein Ziel (Auslastung oder Umsatz), eine Prognose und eine Lücke zwischen beidem.
- Jeder Termin bekommt ein Budget, das sich aus dieser Lücke ableitet, nicht aus Einwohnerzahl oder Prestige.
- Die Tournee ist ein Erfolg, wenn die schwächsten Termine ihr Ziel erreichen, nicht wenn die stärksten schneller ausverkauft sind.
Die Grundlagen für eine einzelne Show gelten weiterhin; Sie finden sie im Konzertmarketing-Playbook und im übergreifenden Eventmarketing-Leitfaden. Auf Tour wird die Frage, wie Sie das Budget auf die Termine verteilen, zur wichtigsten Marketingentscheidung überhaupt.
Routing und Ankündigung: alles auf einmal oder gestaffelt?
Das Marketing bestimmt das Routing selten, sollte aber mitreden, bevor die Termine feststehen. Drei Fragen entscheiden, wie schwer sich die Termine später vermarkten lassen:
- Wochentag. Freitage und Samstage in Großstädten laufen oft von selbst. Termine von Sonntag bis Donnerstag, gerade in kleineren Märkten, brauchen vom ersten Tag an einen Plan.
- Abstand zwischen den Terminen. Zwei Städte, die eine Autostunde auseinanderliegen, teilen sich ein Publikum. Ohne sauber getrennte Targeting-Radien kannibalisiert ein Termin den anderen.
- Konkurrenz. Prüfen Sie, bevor ein Termin bestätigt wird, was in derselben Woche in der jeweiligen Stadt im Vorverkauf ist, auch Festivals in erreichbarer Nähe.
Eine Ankündigung für die ganze Tournee
Der Standard bei etablierten Acts: ein einziger Presseanlass, maximale Aufmerksamkeit der Fans, ein Artist-Post mit allen Terminen und ein sauberer Fanclub-Presale. Der Nachteil: Schwache Termine gehen in einer Liste mit zwölf Städten unter. Planen Sie deshalb die zweite Welle schon am ersten Tag, also stadtspezifische Posts und Anzeigen für jeden Termin, der nach 72 Stunden kaum Verkäufe zeigt.
Gestaffelte Ankündigungen
Wer in Wellen ankündigt (erst die Kernstädte, kleinere Märkte zwei bis vier Wochen später), schafft für jede Welle einen eigenen Nachrichtenanlass. Das lohnt sich, wenn die Nachfrage unsicher ist (Sie testen die Kernstädte, bevor Sie weitere Termine zusagen) oder das Publikum sich auf wenige Orte konzentriert. Das Risiko: Fans aus späteren Städten kaufen für einen früheren Termin und reisen an, oder sie warten ab.
Zusatztermine
„Zusatzshow wegen großer Nachfrage“ ist die stärkste Botschaft, die eine Tournee senden kann, aber nur, wenn die erste Show wirklich kurz vor dem Ausverkauf steht. Wer einen Zusatztermin ansetzt, während der erste bei 70 % liegt, hat am Ende zwei halbvolle Säle.
Die On-Sale-Kurve jedes Termins mit Vergleichsshows abgleichen
Erstellen Sie vor der Ankündigung eine Prognose pro Termin. Suchen Sie für jede Stadt Vergleichsshows: den letzten Auftritt des Acts dort, Shows ähnlicher Acts in derselben oder einer vergleichbaren Spielstätte, möglichst am gleichen Wochentag und in derselben Saison. Notieren Sie jeweils die verkauften Tickets nach einer Woche, zur Mitte des Vorverkaufs und am Showtag. So entsteht für jeden Termin eine Erwartungskurve, die weit mehr aussagt als eine einzelne Zielzahl. Wie das Schritt für Schritt geht, erklärt der Artikel zur Nachfrageprognose für Live-Events.
Sobald der Vorverkauf läuft, legen Sie die tatsächliche Kurve jedes Termins neben die seiner Vergleichsshows:
- Vor den Vergleichsshows: Der Termin braucht wahrscheinlich nur ein Grundbudget. Erhöhen Sie das Budget nicht, nur weil er „gut performt“.
- Im Plan: Kurs halten, nächste Woche erneut prüfen.
- Hinter den Vergleichsshows: Der Termin braucht jetzt einen Plan, solange noch Wochen zum Gegensteuern bleiben. Ein Termin, der nach der ersten Woche klar zurückliegt, holt selten von allein auf.
Führen Sie eine Tabelle mit einer Zeile pro Termin: Kapazität, Ziel, Prognose zum Showtag beim aktuellen Verkaufstempo und Lücke. Aktualisieren Sie sie wöchentlich, sie ist das Fundament für alles Weitere. Die ersten drei Tage nach Vorverkaufsstart sind das stärkste frühe Signal; wie Sie es deuten, erklärt der Artikel zur On-Sale-Kurve der ersten 72 Stunden.
Budget pro Termin: nach Lücke verteilen, nicht nach Stadtgröße
Der häufigste Budgetfehler auf Tour: das Geld gleichmäßig oder nach Stadtgröße zu verteilen. Beides lenkt das meiste Geld dorthin, wo es am wenigsten gebraucht wird. Eine Großstadt, die vor ihren Vergleichsshows liegt, braucht Erinnerungen und Retargeting, keine zusätzlichen Anzeigen. Das Geld gehört dorthin, wo zwischen Prognose und Ziel eine Lücke klafft, solange es weniger kostet, sie zu schließen, als die Tickets wert sind.
Eine einfache Methode für die Verteilung:
- Halten Sie etwa 15 bis 20 % des Paid-Budgets als Reserve zurück (Faustregel, kein Gesetz) und verteilen Sie diesen Teil zum Start nicht.
- Geben Sie jedem Termin, auch den starken, ein kleines Grundbudget für Retargeting, Erinnerungen und den Schlussspurt.
- Verteilen Sie den Rest auf die Termine mit Lücke, proportional zur Lücke.
- Prüfen Sie für jeden Termin eine Obergrenze: Liegen die erwarteten Kosten pro zusätzlichem Ticket über dem Deckungsbeitrag eines Tickets, lösen mehr Anzeigen das Problem nicht. Setzen Sie dann bei Preisstufen, Saalkonfiguration, lokalen Partnern oder Bundles an.
Rechenbeispiel: eine Tournee mit 12 Terminen
Beispiel (Zahlen zur Veranschaulichung, keine Kundendaten): eine Tournee mit 12 Terminen, Paid-Media-Budget 96.000 €, Ziel 95 % Auslastung an jedem Termin. Eine Woche nach Vorverkaufsstart sieht die Prognose zum Showtag auf Basis der Vergleichsshows so aus:
- Berlin (Sa, Kapazität 4.000): Prognose 3.950, Ziel 3.800, keine Lücke
- Hamburg (Fr, 3.000): Prognose 2.900, Ziel 2.850, keine Lücke
- München (Sa, 3.500): Prognose 3.400, Ziel 3.325, keine Lücke
- Wien (Fr, 3.000): Prognose 2.950, Ziel 2.850, keine Lücke
- Köln (Do, 3.000): Prognose 2.400, Lücke 450
- Frankfurt (Mi, 2.500): Prognose 1.895, Lücke 480
- Zürich (So, 2.000): Prognose 1.600, Lücke 300
- Amsterdam (Mo, 2.000): Prognose 1.500, Lücke 400
- Stuttgart (Do, 2.500): Prognose 2.115, Lücke 260
- Leipzig (Di, 2.000): Prognose 1.150, Lücke 750
- Hannover (Mi, 2.000): Prognose 1.250, Lücke 650
- Nürnberg (So, 1.800): Prognose 1.000, Lücke 710
Die Gesamtlücke beträgt 4.000 Tickets, verteilt auf acht Termine. Die Verteilung:
- Reserve: 18.000 €, nicht verteilt.
- Grundbudget: je 1.500 € für Berlin, Hamburg, München und Wien, zusammen 6.000 €.
- Lückenbudget: 72.000 € für die acht Termine mit Lücke, also 18 € pro fehlendem Ticket: Leipzig 13.500 €, Nürnberg 12.780 €, Hannover 11.700 €, Frankfurt 8.640 €, Köln 8.100 €, Amsterdam 7.200 €, Zürich 5.400 €, Stuttgart 4.680 €.
Zum Vergleich eine gleichmäßige Verteilung mit 8.000 € pro Termin: Berlin, Hamburg, München und Wien bekämen 32.000 €, die sie nicht brauchen, während Leipzig und Nürnberg weniger als zwei Drittel dessen erhielten, was ihre Lücke verlangt.
Drei Wochen später hat sich das Bild verschoben. Zürich hat nach einer Kooperation mit einem lokalen Radiosender angezogen (Prognose jetzt 1.860), fällt also auf das Grundbudget zurück, und das nicht ausgegebene Lückenbudget wandert in die Reserve. Leipzig holt auf, aber die Kosten pro zusätzlichem Ticket sind auf 31 € gestiegen, während Hannover bei 17 € liegt. Bringt ein Ticket in diesem Beispiel rund 25 € Deckungsbeitrag, geht der nächste Euro nach Hannover, und Leipzig bekommt eine andere Lösung: ein Angebot mit einem lokalen Partner und eine Gruppenpreisstufe. Genau darum geht es beim Budget pro Termin. Der Plan zur Ankündigung ist nur die Ausgangslage, die eigentliche Strategie ist die wöchentliche Umverteilung.
Eine Tournee bewerben: nationale Hebel und lokale Kanäle
Wer eine Konzerttournee vermarkten will, arbeitet auf zwei Ebenen. Manches passiert einmal für die ganze Tournee, der Rest muss Termin für Termin erledigt werden. Wer beides vermischt, verschwendet auf der einen Seite Reichweite und auf der anderen Aufwand.
Nationale Ebene: einmal für die ganze Tournee
- Artist-Kanäle. Ankündigungspost, Tour-Trailer und ein „Jetzt im Vorverkauf“-Post mit allen Terminen. Stimmen Sie früh einen Posting-Plan mit dem Management ab, einschließlich späterer stadtspezifischer Posts für schwache Termine.
- Fanclub- und Artist-Presale. Das stärkste frühe Nachfragesignal, das Sie haben. Werten Sie die Presale-Verkäufe pro Termin aus: Ein Termin, der sich im Presale kaum bewegt, braucht vor dem allgemeinen Vorverkauf Aufmerksamkeit.
- Nationale Presse, Radio und Streaming, die die Bekanntheit in allen Märkten gleichzeitig steigern.
Lokale Ebene: pro Termin
- Kanäle der Spielstätte. Newsletter, Website-Eintrag, Social-Media-Kanäle, Screens und Plakate im Haus. Fragen Sie jede Spielstätte früh, was sie bieten kann; manche Häuser haben in ihrer Stadt stärkere Verteiler als der Act selbst.
- Veranstalter- und Ticketing-Verteiler. Bestandskäufer ähnlicher Shows in der Stadt bringen Ihnen die günstigsten Tickets.
- Lokale Medien und Partner. Stadtmagazine, Lokalradio, Hochschulen, Arbeitgeber und Vereine für Gruppenangebote.
- Paid Ads mit Geo-Targeting pro Termin. Eigene Kampagnen oder mindestens eigene Anzeigengruppen pro Termin, damit Sie die Ausgaben pro Termin sehen und steuern können. Eine tourweite Kampagne, die auf Käufe optimiert, gibt das Geld dort aus, wo Käufe am leichtesten zu holen sind, also bei den starken Terminen.
Presales und Fanclubs über alle Termine
Fahren Sie zusätzlich zum Artist-Presale eigene Veranstalter- und Spielstätten-Presales pro Termin für Ihre Bestandskäufer. Vergeben Sie Codes pro Quelle und pro Termin, damit Sie sehen, welche Verteiler tatsächlich Käufe bringen. Ist ein Termin schon im Presale ausverkauft, stoppen Sie dessen Paid-Ausgaben sofort und schieben das geplante Budget in die Reserve.
Creatives pro Stadt, Termine unter der Woche und kleinere Märkte
Creatives pro Stadt
Tour-Creatives beginnen meist als ein einziges Motiv mit allen zwölf Terminen. Für die Ankündigung reicht das. Danach braucht jeder schwache Termin seine eigene Version: Stadt, Spielstätte, Wochentag und Datum so groß, dass man sie auf dem Handy lesen kann, dazu einen Grund, jetzt zu kaufen. „Leipzig, Dienstag, 14. April“ in der ersten Sekunde eines Videos spricht eine Käuferin vor Ort viel direkter an als eine Liste, in der Leipzig an neunter Stelle steht.
- Bauen Sie Vorlagen mit Platzhaltern für Stadt, Spielstätte, Datum und Ticketstatus („letzte 200 Tickets“, „Zusatztermin“), damit eine lokale Version Minuten statt Tage dauert.
- Wechseln Sie die Botschaft, je näher der Termin rückt: Ankündigung, Social Proof, Dringlichkeit, letzte Tage.
Termine unter der Woche
Dienstage und Mittwoche brauchen mehr Vorlauf, stärkere Gruppen- und Afterwork-Angebote und Warnschwellen, die früher greifen. Das vollständige Vorgehen beschreibt der Artikel über Termine unter der Woche.
Kleinere Märkte
Kleinere Städte haben oft weniger Konkurrenz und ein treues Publikum, aber auch kleinere Verteiler, weniger lokale Medien und ein größeres Einzugsgebiet. Erweitern Sie den Targeting-Radius auf umliegende Orte, nennen Sie Anfahrtszeit oder Parkmöglichkeiten, wo das hilft, und setzen Sie stärker auf die Kanäle der Spielstätte und lokaler Partner. Stellen Sie außerdem sicher, dass jeder, der nach der Show sucht, den offiziellen Ticketlink vor jedem Zweitmarktangebot findet.
Tour-Promotion im Wochenrhythmus: jeden Termin an Ticketingdaten messen
Ohne festen Rhythmus läuft ein Tourplan spätestens ab Woche drei auf Autopilot. Eine einfache Routine:
- Montag: Verkäufe pro Termin aus dem Ticketingsystem ziehen (nicht aus den Werbeplattformen) und die Prognosetabelle aktualisieren: verkauft, Prognose zum Showtag, Lücke.
- Montag: Kosten pro zusätzlichem Ticket der Vorwoche pro Termin berechnen: Ausgaben geteilt durch die Tickets, die über die Basislinie hinaus verkauft wurden, also über das, was sich ohne diese Ausgaben verkauft hätte.
- Dienstag: umverteilen. Termine, die ihre Lücke geschlossen haben, fallen aufs Grundbudget zurück. Termine mit Lücke und vertretbaren Grenzkosten bekommen mehr. Termine mit Lücke und Grenzkosten über dem Ticketwert bekommen eine Lösung außerhalb des Mediabudgets.
- Dienstag: neue lokale Creatives für die Termine briefen, die sie brauchen.
Was Sie pro Termin messen
- Verkaufte Tickets gegen Prognose und Ziel, aus dem Ticketingsystem.
- Ausgaben und Kosten pro zusätzlichem Ticket pro Termin.
- Was Sie lassen sollten: die von Meta, Google und TikTok gemeldeten Käufe zu addieren. Jede Plattform rechnet sich denselben Käufer zu; die Summe sieht gesund aus, während einzelne Termine ihr Ziel verfehlen.
Wo NYBA ins Spiel kommt
Bei einer Tournee lässt sich der Wochenrhythmus von Hand stemmen; bei mehreren Tourneen gleichzeitig mit täglichen Budgetentscheidungen wird daraus ein Vollzeitjob. NYBA ist das Revenue OS für Live-Entertainment. NYBA OS prognostiziert die Ticketnachfrage pro Show, steuert Kampagnen auf allen Kanälen, die Tickets verkaufen (Meta, Google, TikTok und weitere Paid-Kanäle), verschiebt Budget zu den Shows, die es brauchen, und misst alles an verifizierten Ticketverkäufen aus dem Ticketingsystem statt an den Käufen, die Plattformen melden. Die Plattform steht hinter mehr als 75 Mio. Tickets, über 1.200 Events pro Jahr und mehr als 100 Veranstaltern, darunter Live Nation, Cirque du Soleil und BBC Earth, mit einem Expert Layer über der Software.
Häufige Fragen
Was ist Tourmarketing?
Tourmarketing ist die Vermarktung einer Reihe von Shows eines Acts in mehreren Städten. Jeder Termin bekommt eine eigene Prognose, ein eigenes Budget und eine eigene Kampagne, verbunden durch tourweite Hebel wie Ankündigung, Artist-Kanäle und Fan-Presales.
Wie viel Budget sollte jeder Tourtermin bekommen?
Es gibt keinen festen Anteil. Gehen Sie von der Lücke zwischen Prognose und Ziel pro Termin aus, geben Sie starken Terminen nur ein Grundbudget, halten Sie eine Reserve und verschieben Sie wöchentlich Geld zu den Terminen, an denen ein zusätzliches Ticket am günstigsten ist.
Sollte ich alle Tourtermine auf einmal ankündigen?
Bei etablierten Acts mit breiter Nachfrage meist ja, mit einer stadtspezifischen zweiten Welle für schleppend laufende Termine, die Sie vom ersten Tag an einplanen. Gestaffelt anzukündigen lohnt sich, wenn die Nachfrage unsicher ist oder das Publikum sich auf wenige Städte konzentriert.
Wann sollte die Tour-Promotion starten?
Mit der Ankündigung, inklusive Presale-Registrierung, damit Sie die Nachfrage pro Termin früh einschätzen können. Kampagnen pro Termin sollten starten, sobald die ersten On-Sale-Kurven zeigen, welche Termine zurückliegen.
Was tun mit einem Tourtermin, der sich nicht verkauft?
Auf lokale Creatives umstellen, Kanäle der Spielstätte und lokaler Partner nutzen und den Radius prüfen. Kostet ein zusätzliches Ticket mehr, als es wert ist, setzen Sie bei Preis, Angeboten oder Saalkonfiguration an, statt mehr Anzeigen zu schalten.
Wenn Sie sehen möchten, wie jeder Termin Ihrer nächsten Tournee prognostiziert und nach seiner Lücke budgetiert wird, buchen Sie eine Demo. Eine Tournee, saubere Zahlen pro Termin, dann entscheiden Sie.
Weiterführende Artikel: Konzertmarketing-Playbook, Nachfrageprognose für Live-Events, Termine unter der Woche, Grenzkosten pro zusätzlichem Ticket